Klützer Mühle

Wahrzeichen der Stadt

Unweit des Klützer Zentrums nahe des Ostseebades Boltenhagen steht die Klützer Mühle, eine Galerie-Holländerwindmühle, die 1904 erbaut wurde. Nachdem die seit 1860 auf dem Klützer Mühlenberg stehende Erdholländer-Mühle einem Brand zum Opfer fiel. 

Die Klützer Mühle ist ein beliebtes Ausflugsziel und Wahrzeichen der Stadt und des Klützer Winkels. In dem denkmalgeschützten Gebäude ist mit zeitweisen unterbrechungen ein Restaurant untergebracht, von dem aus die Gäste den reizvollen Blick über die Stadt und die weiten Felder bis hin zur Ostsee genießen können. 

Schon im Jahr 1860 stand auf dem 32 m hohen Mühlenberg, der höchsten Erhebung der Schloßstadt Klütz, eine Erdholländermühle. Diese fiel jedoch einem Brand zum Opfer. In ihrer jetzigen Form wurde die Windmühle 1904 als Galerieholländermühle vom Müller Richard Lindemann erbaut, dessen Familie seit 1819 in Niederklütz ansässig war.

In den Zeiten der Weltwirtschaftskrise wurde die Mühle zwangsversteigert und wechselte 1930 den Besitzer. Sie wurde von dem Klützer Bauunternehmer Ernst Kibbel erworben. Er ließ die Mühle um 1936/1937 mit einem Dampfkessel und später mit einem Elektromotor ausstatten, da die Windkraft allein für den Betrieb nicht mehr ausreichte. 1958 drehten sich zwar die Flügel der Windmühle zum letzten Mal, der Mühlenbetrieb ging jedoch bis 1972 weiter. Besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, vor allem in den Nachkriegsjahren, war die Mühle ein wichtiger Faktor, um die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln zu versorgen.

Am 1. Mai 1985 konnte schließlich das erste Restaurant eröffnet werden; es sollte zu einer der bekanntesten und beliebtesten Gaststätten im Klützer Winkel werden. Nicht nur die tolle Aussicht und das gute Essen lockten Gäste aus Nah und Fern an. Auch das interessante Innenleben mit dem gut erhaltenen Mahlwerk und den vielen technischen Vorrichtungen ließ das Herz von Mühlenfans höher schlagen. 

Nachdem der letzte Müller in den 70iger Jahren seine Arbeit niedergelegt hatte, wurde das Gebäude dem Verfall preisgegeben. 1981 wurde von Klützer Bürgern, die sich nicht damit abfinden wollten, die „Volksinitiative zur Rettung der Klützer Mühle“ gegründet. Worauf der damalige Besitzer, Erich Kibbel, den Einwohnern die Windmühle schenkte, welche sie innerhalb von fünf Jahren in einer gemeinschaftlichen Aktion von Handwerkern und freiwilligen Helfern renovierten. Im Zuge der Renovierung wurde auch ein Anbau errichtet.