Vogelschutzinsel Langenwerder

Die Insel Langenwerder ist ein Naturschutzgebiet und liegt vor der deutschen Ostseeinsel Poel.

Langenwerder ist rund einen Kilometer lang und bis 450 Meter breit. Auf dem Gebiet von etwa 22 Hektar brüten mehrere Tausend Seevögeln. Unter ihnen befinden sich Austernfischer, Küstenseeschwalben, Silber-, Lach- und Sturmmöwen sowie eine Reihe weiterer See- und Watvogelarten. Selbst der Kranich ist auf der Insel wieder heimisch geworden. Das Vogelschutzgebiet umfasst mit der umliegenden See insgesamt 35 Hektar und wurde 1910 gegründet. Damit ist Langenwerder das älteste Vogelschutzgebiet an der deutschen Ostseeküste. 

Der Langenwerder gehört zur Landschaftseinheit Wismarbucht uns ist nach EU-Recht als FFH-Gebiet sowie Vogelschutzgebiet eingestuft. Ein umfangreicher Managementplan zur Abstimmung zwischen den Belangen von Naturschutz, Wassersport und Fischerei wurde im Jahr 2006 erarbeitet. Die Insel selbst ist mit den umliegenden Flachwasserbereichen seit dem 23. Juni 1924 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der Schutzzweck besteht darin, die Insel als Lebensraum der Küstenvogelwelt zu bewahren, welche dominiert wird von Möwen, Enten und Seeschwalben. Betreut wird das Schutzgebiet vom Verein Langenwerder zum Schutz der Wat- und Wasservögel e. V..

Auch während der Brutzeit (Mai bis Juni) und ohne Führung gibt es viel Wissenswertes über das Vogelschutzgebiet Langenwerder zu erfahren. Eine Hinweistafel in Gollwitz enthält grundlegende Informationen und von einer kleinen Aussichtsplattform können Besucher mit einem guten Fernglas die Vogelwelt beobachten. Langenwerder ist aber auch für die Wissenschaft sehr bedeutend, da die Insel ein wichtiger Rastplatz für Seevögel auf der Durchreise ist und zudem ein Brutgebiet für viele heimische Vogelarten darstellt. Die verschiedenen Vogelarten sowie die Entwicklung der Populationen werden entsprechend dokumentiert.